Zahnmedizin 19 - Rechtliche Verpflichtungen als Zahnarzt
Rechtliche Verpflichtungen als Zahnarzt
2. Übungen
Übung 1: Prüfungsvorbereitung
Anleitung: Lies den Text, fülle die Lücken mit den fehlenden Wörtern und beantworte die untenstehenden Fragen.
Praxisstart als Zahnarzt in Deutschland
Wörter zu verwenden: Zuzahlung, melden, Meldepflicht, Schweigepflicht, Kassenärztlichen Vereinigung, Krankenversicherung, Kostenvoranschlag, Behandlungsvertrag, Gebührenordnung, Zulassung, Patientenakte
(Praxisstart als Zahnärztin/Zahnarzt in Deutschland)
Dr. Sofia Martín ist Zahnärztin aus Spanien. Sie hat jetzt die in Deutschland und arbeitet in einer Gemeinschaftspraxis in Köln. Viele Patienten haben eine gesetzliche , einige haben eine private Versicherung.
Bevor sie einen größeren Eingriff macht, erklärt sie dem Patienten den . Sie macht einen schriftlichen , damit der Patient weiß: Welche Behandlung ist geplant? Was bezahlt die Krankenkasse? Welche hat der Patient?
Die Praxis rechnet die Behandlung später mit der ab. Dafür benutzt das Team die deutsche . Die Zahnärztin schreibt alles genau in die : Diagnose, Behandlung und Medikamente. Die ist sehr wichtig. Sie spricht nur mit anderen Ärzten über den Patienten, wenn der Patient das erlaubt.
In seltenen Fällen muss sie eine Krankheit beim Gesundheitsamt . Diese ist eine gesetzliche Pflicht. So funktioniert das Gesundheitssystem in Deutschland: Der Zahnarzt behandelt den Patienten, die Krankenkasse bezahlt einen Teil der Kosten, und die Praxis macht eine korrekte Abrechnung.
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Warum bekommt der Patient einen schriftlichen Kostenvoranschlag?
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Was schreibt die Zahnärztin in die Patientenakte? Nennen Sie zwei Dinge.
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In welchen Fällen darf oder muss die Zahnärztin Informationen über den Patienten weitergeben?
Übung 2: Mehrfachauswahl
Anleitung: Wählen Sie die richtige Lösung
1. In Deutschland ___ der Zahnarzt den Patienten über die Behandlung und die möglichen Risiken.
2. Vor einem größeren Eingriff ___ die Patientin eine Einwilligungserklärung unterschreiben, nachdem die Ärztin sie ausführlich aufgeklärt hat.
3. Der Zahnarzt ___ jeden Behandlungsfehler sorgfältig in der Patientenakte, weil das rechtlich zwingend ist.
4. Die Praxis ___ die Behandlung nach Gebührensatz mit der gesetzlichen Krankenversicherung ab und beantragt die Kostenübernahme.
Übung 3: Dialogkarten
Anleitung: Wähle eine Situation aus und übe das Gespräch mit deinem Lehrer oder deinen Mitschülern.
Neue Patientin meldet sich an
ZFA an der Rezeption: Anzeigen Guten Tag, sind Sie gesetzlich oder privat krankenversichert?
Patientin: Anzeigen Guten Tag, ich bin gesetzlich versichert bei der AOK und möchte mich für eine Kontrolle anmelden.
ZFA an der Rezeption: Anzeigen Danke, ich notiere Ihre Krankenversicherung in der Patientenakte und wir vereinbaren einen Termin nächste Woche.
Patientin: Anzeigen In Ordnung, und die Kostenübernahme läuft dann direkt über die Krankenkasse, oder?
Offene Fragen:
1. Welche Informationen zur Krankenversicherung geben Sie normalerweise an der Rezeption?
2. Wie erklären Sie einem neuen Patienten kurz den Unterschied zwischen gesetzlich und privat versichert?
Aufklärung vor einer privaten Zahnbehandlung
Zahnarzt: Anzeigen Frau Müller, ich möchte Sie über die Behandlung informieren und brauche Ihre Einwilligungserklärung.
Patientin: Anzeigen Ja, bitte erklären Sie mir, was die Krankenkasse zahlt und was ich auf eigene Kosten zahlen muss.
Zahnarzt: Anzeigen Die Füllung wird teilweise von der Krankenversicherung übernommen, die bessere Keramikfüllung ist privat und wird nach Gebührensatz abgerechnet.
Patientin: Anzeigen Gut, dann nehme ich die Keramikfüllung, mit Zustimmung des Patienten ist das ja rechtlich in Ordnung, oder?
Offene Fragen:
1. Wie erklären Sie einem Patienten einfach, was „auf eigene Kosten“ bedeutet?
2. Welche Informationen müssen Sie vor einer Behandlung immer dokumentieren?
Übung 4: Auf die Situation reagieren
Anleitung: Übe zu zweit oder mit deiner Lehrkraft.
1. Du telefonierst mit einer neuen Patientin. Sie fragt, ob ihre **Krankenversicherung** die professionelle Zahnreinigung bezahlt. Erkläre kurz, wie das meistens ist, und biete Beratung an. (Verwende: die Krankenversicherung, oft/normalerweise, beraten)
Zu der Krankenversicherung
Beispiel:
Zu der Krankenversicherung kann ich sagen: Normalerweise zahlt die Krankenversicherung die professionelle Zahnreinigung nicht komplett, aber ich berate Sie gern zu den Kosten.
2. Ein Patient steht an der Rezeption und fragt, warum er die Füllung privat zahlen muss. Er hat gehört, dass seine **Haftpflichtversicherung** manchmal etwas übernimmt. Erkläre kurz, dass ihr mit der Haftpflichtversicherung nicht direkt abrechnen könnt. (Verwende: die Haftpflichtversicherung, abrechnen, selbst bezahlen)
Mit der Haftpflichtversicherung
Beispiel:
Mit der Haftpflichtversicherung können wir leider nicht direkt abrechnen, Sie müssen die Füllung zuerst selbst bezahlen und dann vielleicht die Rechnung einreichen.
3. Du besprichst mit einem Patienten den nächsten Schritt bei einer Wurzelbehandlung. Du musst eine **Verordnung** für ein Medikament ausstellen und seine **Einwilligung** zur Behandlung bekommen. Erkläre kurz, was du jetzt machst, und bitte um Zustimmung. (Verwende: die Verordnung, einwilligen, Behandlung)
Für die Verordnung
Beispiel:
Für die Verordnung schreibe ich Ihnen jetzt ein Rezept für das Medikament, und wenn Sie in die Behandlung einwilligen, können wir gleich einen Termin machen.
4. Nach einer Behandlung erklärst du einer Patientin, dass du die Daten für die **Abrechnung** in die **Patientenakte** schreibst. Sage kurz, was du dokumentierst und dass du **Schweigepflicht** hast. (Verwende: die Patientenakte, dokumentieren, die Schweigepflicht)
In die Patientenakte
Beispiel:
In die Patientenakte dokumentiere ich heute Ihre Behandlung und die Abrechnung, und natürlich habe ich Schweigepflicht, Ihre Daten bleiben in der Praxis.
Übung 5: Schreibübung
Anleitung: Beschreiben Sie in 4 bis 5 Sätzen, wie ein erster Termin bei Ihnen als Zahnarzt oder Zahnärztin in Deutschland abläuft (Informationen für den Patienten, benötigte Dokumente, Bezahlung).
Nützliche Ausdrücke:
Zuerst informiere ich den Patienten über … / Dann erkläre ich, welche Kosten die Krankenkasse übernimmt. / Der Patient unterschreibt … / Zum Schluss machen wir die Abrechnung mit …
Übung 6: Gesprächsübung
Anleitung:
- Beschreiben Sie die Pflichten, die Zahnärzte bei ihrer Berufsausübung beachten müssen. (Beschreiben Sie die Pflichten, die Zahnärzte bei ihrer Berufsausübung einhalten müssen.)
- Wie oft müssen diese Verpflichtungen erneuert werden? (Wie oft müssen diese Verpflichtungen erneuert werden?)
- Wie würden Sie bei einem Herzstillstand reagieren? Und bei einem epileptischen Anfall? (Wie würden Sie bei einem Herzstillstand reagieren? Und bei einem epileptischen Anfall?)
Unterrichtsrichtlinien +/- 10 Minuten
Anweisungen für den Lehrer
- Lies die Beispielsätze laut vor.
- Beantworte die Fragen zum Bild.
- Die Studenten können diese Übung auch als schriftlichen Text für die nächste Klasse vorbereiten.
Beispielsätze:
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Die Teilnahme an Notdiensten an Feiertagen und Wochenenden ist gemäß den örtlichen Vorschriften verpflichtend. |
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Sie müssen die verpflichtende berufsbezogene Fortbildung (CPD) absolvieren, indem Sie alle drei Jahre ein verpflichtendes Schulungsmodul abschließen. |
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Das Zertifikat über die Ausbildung in Notfallverfahren und -versorgung muss alle vier Jahre durch ein Diplom erworben und erneuert werden. |
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Es ist erforderlich, alle zehn Jahre eine spezifische Strahlenschutzbelehrung zu absolvieren. |
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Um legal tätig zu sein, ist es erforderlich, eine Berufserlaubnis zu erhalten und sich bei der zuständigen Zahnärztekammer zu registrieren. |
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Bei einem Patienten mit einem epileptischen Anfall würde ich ihn in Seitenlage auf den Boden legen, um Verletzungen zu vermeiden, und den Rettungsdienst unter 112 verständigen. |
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