Krankenpflege 19 - Psychische Gesundheit und Neuropsychologie
Psychische Gesundheit und Neuropsychologie
2. Übungen
Übung 1: Prüfungsvorbereitung
Anleitung: Lies den Text, fülle die Lücken mit den fehlenden Wörtern und beantworte die untenstehenden Fragen.
Pflegehinweis: Umgang mit akuter psychischer Krise auf der Station
Wörter zu verwenden: Gesprächsbereitschaft, Halluzinationen, Medikamentencompliance, Krisenzeichen, deeskalieren, ab, Pflegeplan, Schizophrenie, sichern, Suizidalität
(Pflegehinweis: Umgang mit akuter psychischer Krise auf der Station)
Auf der internistischen Station kommt es immer wieder zu psychischen Krisen. Heute wirkt ein Patient mit plötzlich sehr unruhig. Er sagt, er höre Stimmen und habe starke . Die Pflegekraft bleibt ruhig, setzt sich hin und spricht den Patienten langsam und klar an. Sie versucht, die Situation zu , und erklärt, dass die Stimmen nicht real sind. Gleichzeitig beurteilt sie, ob ein akutes wie vorliegt.
Die Pflegekraft ruft den diensthabenden Arzt und informiert ihn über die Symptome. Gemeinsam passen sie den an und überprüfen die . Außerdem sie den Raum , damit der Patient sich nicht verletzt, und bieten zusätzlich an. Wenn sich der Zustand verschlechtert, ist ein Notruf über die Kliniknummer vorbereitet. Das Ziel ist, die akute Krise zu stabilisieren und einen Rückfall in eine schwere Psychose zu verhindern.
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Welche konkreten Schritte unternimmt die Pflegekraft, um die Situation mit dem Patienten zu beruhigen?
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Warum ist es wichtig, auf Krisenzeichen wie Suizidalität zu achten, und wie könnte man das im Gespräch vorsichtig ansprechen?
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In welcher Situation würden Sie auf Ihrer Station einen Notruf auslösen, und welche Informationen müssten Sie dann weitergeben?
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Wie können Pflegekräfte im Alltag die Medikamentencompliance und den Pflegeplan bei psychisch erkrankten Patienten unterstützen?
Übung 2: Dialogkarten
Anleitung: Wähle eine Situation aus und übe das Gespräch mit deinem Lehrer oder deinen Mitschülern.
Nachtschicht: Patient zeigt Krisensignale
Betreuungskraft: Anzeigen Guten Abend, Frau Doktor, ich rufe an, weil Herr Klein mit Schizophrenie gerade sehr unruhig ist und ich Krisensignale beobachte.
Diensthabende Psychiaterin: Anzeigen Was genau beobachten Sie, und gibt es Anzeichen für Selbst- oder Fremdgefährdung?
Betreuungskraft: Anzeigen Er sagt, er hört Stimmen, die ihm Befehle geben, wirkt stark ängstlich, läuft im Flur auf und ab und lehnt seine Medikation plötzlich ab.
Diensthabende Psychiaterin: Anzeigen Das klingt nach einer akuten psychotischen Krise mit Halluzinationen, bitte bleiben Sie ruhig bei ihm, sprechen Sie langsam und schaffen Sie eine möglichst sichere Umgebung.
Betreuungskraft: Anzeigen Ich versuche, ihn zu beruhigen, erkläre ihm, dass die Stimmen eine Wahrnehmungsstörung sind, und biete ihm an, sich mit mir ins Sitzzimmer zu setzen.
Diensthabende Psychiaterin: Anzeigen Sehr gut, beobachten Sie weiter, setzen Sie klare Grenzen, wenn er andere gefährdet, und ich komme sofort auf Station, um die Situation einzuschätzen und die Medikation zu überprüfen.
Offene Fragen:
1. Wie würden Sie den Zustand des Patienten am Telefon noch genauer beschreiben? Nennen Sie zwei wichtige Informationen.
2. Wann würden Sie in Ihrer Einrichtung zusätzlich den Notdienst oder den Rettungsdienst rufen?
Besprechung zur Unterstützung einer Bewohnerin mit Rett-Syndrom
Pflegefachkraft: Anzeigen Frau Wagner, ich wollte mit Ihnen in Ruhe über Ihre Tochter sprechen, weil wir in den letzten Tagen einige Veränderungen beobachtet haben.
Mutter der Bewohnerin: Anzeigen Ich mache mir große Sorgen, sie wirkt noch angespannter als sonst, und ich habe Angst vor einer akuten Krise.
Pflegefachkraft: Anzeigen Wir sehen, dass sie häufiger die Hände verkrampft und nachts schlechter schläft, das kann beim Rett-Syndrom vorkommen, ist aber im Moment noch keine akute Psychose oder schwere Fremd- oder Selbstgefährdung.
Mutter der Bewohnerin: Anzeigen Brauchen wir eine psychiatrische Aufnahme oder eine Änderung der Medikation?
Pflegefachkraft: Anzeigen Wir dokumentieren alle Symptome genau, besprechen das mit der Psychiaterin und dem Psychotherapeuten und überlegen, ob wir die Medikation vorsichtig anpassen oder andere Maßnahmen zur Stabilisierung brauchen.
Mutter der Bewohnerin: Anzeigen Es beruhigt mich, dass Sie das so genau beobachten und mich einbeziehen.
Pflegefachkraft: Anzeigen Sie sind eine wichtige Angehörige, deshalb erklären wir Ihnen alle Schritte, achten gemeinsam auf Krisensignale und arbeiten an einer guten Rückfallprophylaxe und langfristigen Unterstützung bei ihrer Intelligenzminderung.
Offene Fragen:
1. Welche Informationen über das Rett-Syndrom und mögliche Krisensignale sollten Sie einer besorgten Mutter in einfacher Sprache erklären?
2. Wie können Sie als Pflegefachkraft die Angehörigen in solchen Gesprächen emotional und fachlich unterstützen?
Übung 3: Schreibübung
Anleitung: Schreiben Sie 8–10 Sätze darüber, wie Sie auf Ihrer Station oder in Ihrem Arbeitsbereich vorgehen würden, wenn ein Patient plötzlich psychotische Symptome zeigt, und welche Schritte für Sicherheit und Kommunikation wichtig sind.
Nützliche Ausdrücke:
Zuerst würde ich …, um … zu sichern. / Mir ist wichtig, dass der Patient … / In einer akuten Krise achte ich besonders auf … / Außerdem würde ich mit dem Arzt besprechen, ob …